Rezension: „Über alle Grenzen: Anna und Yasin“ von Maya Shepherd (Shorter Version)

Infos

Front Über alle Grenzen

©Sternensand Verlag

Bildquelle: http://mayashepherd.blogspot.co.at/search?q=%C3%BCber+alle+grenzen

Titel: „Über alle Grenzen: Anna und Yasin“

Autorin: Maya Shepherd

Verlag: Sternensand Verlag

Seitenanzahl: 544 Seiten

ISBN:

e-Book: 978-3-906829-46-3

Taschenbuch: 978-3-906829-47-0

Preis:

e-Book: 6,99€

Taschenbuch: 14,95€

Klappentext

„Eine Liebe, die sich über jedes Hindernis hinwegsetzt.

Eine Liebe, die unter die Haut geht.

Eine Liebe, die keine Grenzen kennt.

Wörter, Zahlen und Sätze zieren Annas Körper. Dort, wo niemand sie sieht. Unauslöschbar sind sie in ihre Haut geritzt. Sie bleiben für immer und verschwinden nicht einfach wie ihr Vater, der ihre Mutter für eine Jüngere verlassen hat.

Yasin kommt aus dem Kosovo. Wie viele Flüchtlinge sucht er in Deutschland Schutz, in der Hoffnung auf ein neues, sicheres Leben. Er spricht fließend Deutsch und trotzdem hört ihm niemand zu. Niemand sieht ihn.

Bis er Anna begegnet. Das traurige und verschlossene Mädchen ist der erste Mensch, der ihn als Person und nicht nur als Flüchtling sieht.“

(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch)

Meine Meinung

Durch den tollen Sternensand Verlag und die Autorin Maya Shepherd selbst bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Zuerst war ich jedoch etwas skeptisch, denn das „Thema Flüchtlinge“ wurde und wird sehr viel diskutiert und doch wird es zu dieser Thematik wahrscheinlich nie die eine „richtige“ Meinung geben. Wie die Autorin im Nachwort so schön schreibt: „Jeder ist einzigartig“. Deshalb sollte man einfach nicht verallgemeinern, denn das wird uns nie möglich sein, ohne irgendjemandem Unrecht zu tun. Und das verdeutlicht auch dieses Buch.

Maya zeigt uns mit dieser Geschichte nicht nur Positives, sondern auch die Schattenseite und gleichzeitig war es keine reine Schwarz-Weiß-Malerei von ihr. Ich denke, die Autorin wollte hier gewollt keine Meinung angeben oder Stimmung beim Leser/der Leserin verursachen, nicht einfach die ganze Situation verschönern und unser Mitgefühl erwecken, sondern sie wollte zum Nachdenken anregen. So habe ich es jedenfalls empfunden. Nachdenken über ein Thema vor dem viele – mich eingeschlossen – schon langsam einfach nur mehr die Augen verschließen wollen. Weil es einfacher ist. Weil es zu weniger Diskussionen ohne zufriedenstellendem Ende führt.

Doch Maya Shepherd konnte mich wieder zum Nachdenken und gleichzeitig zum Lesen anregen, indem sie hier keine „Angstmache“ abzieht oder nur Mitgefühl erwecken will, sondern bei diesem Buch handelt sich um eine wunderschöne und gleichzeitig herzzerreißende Liebesgeschichte zweier Jugendlicher, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten und gleichzeitig so viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Die Probleme des Zusammenlebens von „Einheimischen“ und Flüchtlingen, sowie die positiven Aspekte dessen werden in dieser Geschichte nicht einfach direkt angesprochen oder aufgezählt, sondern sind häufig im Kontext zwischen den Zeilen zu finden. Und es geht hier nicht hauptsächlich um Yasin und seine Vergangenheit. Sondern es geht hier auch um Anna, eine 17-jährige, gebürtige Berlinerin, ud um Anna UND Yasin. Annas Geschichte steht für mich aber im Vordergrund. Ja, auch Yasins Geschichte wird von einem auktorialem Erzähler wiedergegeben, das geschieht in separaten Kapiteln. Für mich waren diese Passagen sehr interessant und erschütternd zugleich, jedoch wirkten sie auf mich mehr wie eine Erklärung, damit man mehr über Yasin erfährt, denn sonst würde man seine Geschichte – aus seinen Gesprächen mit Anna – nur sehr schleppend erfahren.

Wie erwähnt, ist für mich Anna die wahre Hauptperson des Buches, also kommen wir zuerst zu ihr:

Anna

Ihre Eltern haben sich scheiden gelassen, ihr Leben, wie sie es bisher gekannt hat, zerbricht von einem Tag auf den anderen in tausend Teile, denn als wäre die Scheidung nicht schon schlimm genug, muss sie nun auch noch in einer neuen Stadt ohne ihre Freunde zurechtkommen. Vielleicht wirkt Manches, was sie tut oder denkt auf einige LeserInnen etwas übertrieben und deshalb nicht zu gut nachvollziehbar. Aber man sollte, finde ich, beim Lesen immer im Hintergrund behalten, dass sie erst 17 Jahr alt ist. In diesem Alter möchte man zwar schon erwachsen stark und selbstständig sein, aber man ist es meistens noch nicht. Annas Leben wird zusätzlich von Angst und Wut bestimmt. Darin gibt es keinen Platz für Vertrauen und Liebe. Wie Maya Shepherd es hin und wieder auch im Buch formuliert hat, ist Yasin Annas Silberstreif am Horizont, der sie nicht gänzliche in ein schwarzes Loch fallen lässt. Ich fand Anna sehr sympathisch und außerdem realistisch gestaltet. Hin und wieder habe ich zwar etwas über Gedanken von ihr seufzen müssen, aber eher im Sinne von Mitfühlen und das man ihr so gerne sagen würde, dass sie auch mal das Gute sehen sollte.

Yasin

Dieser Junge bzw. junge Mann hat in seinem Leben schon unglaublich viel mitgemacht, ich könnte es ihm nicht verdenken, wenn er dadurch den Glauben an die Menschheit verloren hätte. Aber das hat er nicht. Ganz im Gegenteil. Yasin ist ein gutmütiger, friedvolle Mensch, der nur seine Liebsten beschützen und jedem Streit aus dem Weg gehen möchte. Er sieht was er hat und ist damit zufrieden, ohne sich dadurch unglücklich zu machen, indem er sich immer das wünscht was er nicht haben kann. Ihm ist es möglich, die schönen Seiten des Lebens hervorzuheben und die schlimmen nicht zu dicht an sich heranzulassen.

Einteilung/Kapitel

Die einzelnen Kapitel spielen zu unterschiedlichen Zeit an unterschiedlichen Orten. Man kennt sich aber super aus, da unter der Kapitelüberschrift wie bei einem Logbucheintrag das Datum und der Ort angeführt sind. Manche Kapitel erzählen von Yasins Flucht aus dem Kosovo nach Deutschland, andere spielen in der „Gegenwart“ und sind in der Ich-Form aus Annas Sicht geschrieben. So erfährt man besonders viel über Annas familiäres Verhältnis, ihre Gedanken- und Gefühlswelt, sowie ihr Verhalten. Auch lernt man so al LeserIn Yasin das erste Mal kennen.

Schreibstil

Maya Shepherd erzählt Anna und Yasins Geschichte relativ einfach und doch sehr emotional. Ich finde die Wortwahl passt sehr gut zu Annas Alter wäre auch irgendwie befremdlich, wenn sie wie ein 60-Jähriger Uni-Professor reden und denken würde.

Lesefluss/Spannung

Anfangs geht es etwas ruhig dahin, einzig die Passagen über Yasins Flucht sind richtig spannungsgeladen, in den anderen Kapiteln geht es anfangs eher darum, dass man die Personen besser kennenlernt und man Annas Situation verstehen kann. Das Buch wird dann aber von Seite zu Seite fesselnder und ca. ab dem letzten Drittel konnte ich es wirklich kaum mehr aus der Hand legen. Daran waren vor allem die kurzen Kapitelüberschriften Schuld, die dazu geführt haben, dass ich diverse Vermutungen am Anfang des Kapitels angestellt habe und dann unbedingt sofort wissen musste, ob ich recht behalten würde oder nicht.

Sonstiges

Besonders gut hat mir an diesem Buch gefallen, dass zwar Yasin ein „Vorzeige-Asylwerber“ ist, jedoch trotzdem schlimme Vorfälle geschildert werden und man merkt, dass JEDER Mensch individuell ist, egal von wo er/sie kommt. Auch die Nebencharaktere habe sehr viel Schwung in die Geschichte gebracht sowie Potenzial für Auseinandersetzungen, denn nicht jeder ist immer gleicher Meinung und manche wollen immer nur das Beste für sich selbst. Weiters lernt an, dass man erst in schweren Zeiten erfährt, welche Menschen wahre Freunde sind, wer immer zu einem hält. Außerdem wird nicht nur de Flüchtlingsthematik behandelt, sondern es ging auch um Probleme wie den Unterschied zwischen arm und reich, die teils sehr komplizierte Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern sowie zwischen den Geschwistern. Auch selbstverletzendes Verhalten und Hilflosigkeit werden in der Geschichte angesprochen und nicht kurz als unwichtig abgetan, sondern detailliert thematisiert.

Fazit

Eine schöne und gleichzeitig dramatische Liebesgeschichte von zwei Jugendlichen, die nur zusammen ganz sein können in einem Buch das zum Nachdenken anregt.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung!

Vielen Dank, Maya Shepherd, für das E-Book als Rezensionsexemplar!

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Rezension: „Über alle Grenzen: Anna und Yasin“ von Maya Shepherd (Long Version)

Infos

Front Über alle Grenzen

©Sternensand Verlag

Bildquelle: http://mayashepherd.blogspot.co.at/search?q=%C3%BCber+alle+grenzen

Titel: „Über alle Grenzen: Anna und Yasin“

Autorin: Maya Shepherd

Verlag: Sternensand Verlag

Seitenanzahl: 544 Seiten

ISBN:

e-Book: 978-3-906829-46-3

Taschenbuch: 978-3-906829-47-0

Preis:

e-Book: 6,99€

Taschenbuch: 14,95€

Klappentext

„Eine Liebe, die sich über jedes Hindernis hinwegsetzt.

Eine Liebe, die unter die Haut geht.

Eine Liebe, die keine Grenzen kennt.

Wörter, Zahlen und Sätze zieren Annas Körper. Dort, wo niemand sie sieht. Unauslöschbar sind sie in ihre Haut geritzt. Sie bleiben für immer und verschwinden nicht einfach wie ihr Vater, der ihre Mutter für eine Jüngere verlassen hat.

Yasin kommt aus dem Kosovo. Wie viele Flüchtlinge sucht er in Deutschland Schutz, in der Hoffnung auf ein neues, sicheres Leben. Er spricht fließend Deutsch und trotzdem hört ihm niemand zu. Niemand sieht ihn.

Bis er Anna begegnet. Das traurige und verschlossene Mädchen ist der erste Mensch, der ihn als Person und nicht nur als Flüchtling sieht.“

(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch)

Meine Meinung

Durch den tollen Sternensand Verlag und die Autorin Maya Shepherd selbst bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Zuerst war ich jedoch etwas skeptisch, denn das „Thema Flüchtlinge“ wurde und wird sehr viel diskutiert und doch wird es zu dieser Thematik wahrscheinlich nie die eine „richtige“ Meinung geben. Wie die Autorin im Nachwort so schön schreibt: „Jeder ist einzigartig“. Deshalb sollte man einfach nicht verallgemeinern, denn das wird uns nie möglich sein, ohne irgendjemandem Unrecht zu tun. Und das verdeutlicht auch dieses Buch. Zuerst wollte ich fast schreiben: ‚Yasin ist nicht „wie alle andern“‘. Aber wie sind „alle andern“ eigentlich? Sind denn wirklich alle oder der Großteil, wie diese „alle“?

Es soll hier gar nicht zu sehr um die Thematik an sich, sondern um das Buch „Über alle Grenzen: Anna und Yasin“ gehen und wie dieses Thema im Buch aufgegriffen und behandelt wird. Trotzdem möchte ich euch kurz meine Gedanken schildern, die mir vor und während des Lesens durch den Kopf gegangen sind, denn ich war mir wirklich unsicher, ob das Buch etwas für mich sein könnte.

(An all jene, die sich jetzt denken „Alter, kann die mal zum Labern aufhören?“: Es gibt auch eine gekürzte Rezension, die ebenfalls auf meinem Blog zu finden ist)

Vielleicht denken einige von euch, sie wollen schlichtweg nichts mehr über dieses Thema hören – egal ob positiv oder negativ… Auch ich hatte genug davon. Ich versuche grundsätzlich immer das Gute in den Menschen zu sehen, aber dann wurde (und wird) immer wieder von furchtbaren, völlig schrecklichen, verwerflichen Dingen berichtet – sowohl was die Kriegsführenden, als auch Menschen, die geflüchtet sind, betrifft – die auch mich nicht einfach unberührt ließen. Ich selbst kenne ein paar Flüchtlinge, jedoch nicht besonders gut, trotzdem weiß ich, dass nicht alle gleich sind. Einen kenne ich wirklich persönlich, der ein Beispiel für die wirklich guten, hilfsbereiten und schlichtweg netten Menschen auf dieser Welt ist. Ich hatte Angst, als ich ihn kennenlernte, dass ich ihn als Flüchtling sehen könnte, und nicht als ganz normalen Menschen, aber vom ersten Moment an, habe ich ihn als die Person gesehen, die er eben ist, egal woher er kommt. Doch bis zum ersten Kennenlernen wusste ich selbst nicht, ob ich alle Vorurteile überwinden können werde, deshalb habe ich auch an einigen Stellen Annas Gedanken im Buch sehr gut nachvollziehen können. Aber es nicht alle Menschen wollen überhaupt auch nur irgendetwas mit Flüchtlingen zu tun haben und es sind nicht alle, die irgendwo hier in Europa Asyl ansuchen, „gute“ Menschen. Ich verschließe die Augen davor nicht. Es gibt wie überall auch schwarze Schafe unter den Asylwerbern, die bewirken können, dass sich das Bild von einer ganzen Volksgruppe verdüstert. Aber es sind eben nicht alle so.

Und das ist es, was mir auch an diesem Buch besonders gut gefallen hat: Maya zeigt uns mit dieser Geschichte nicht nur das Positive, sondern auch die Schattenseite und gleichzeitig war es keine reine Schwarz-Weiß-Malerei von ihr. Ich denke, die Autorin wollte hier gewollt keine Meinung angeben oder Stimmung beim Leser/der Leserin verursachen, nicht einfach die ganze Situation verschönern und unser Mitgefühl erwecken, sondern sie wollte zum Nachdenken anregen. So habe ich es jedenfalls empfunden. Nachdenken über ein Thema zu dem viele – mich eingeschlossen – schon langsam einfach nur mehr die Augen verschließen wollen. Weil es einfacher ist. Weil es zu weniger Diskussionen ohne zufriedenstellendem Ende führt.

Doch Maya Shepherd konnte mich wieder zum Nachdenken und gleichzeitig zum Lesen anregen, indem sie hier keine „Angstmache“ abzieht oder nur Mitgefühl erwecken will, sondern bei diesem Buch handelt sich um eine wunderschöne und gleichzeitig herzzerreißende Liebesgeschichte zweier Jugendlicher, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten und gleichzeitig so viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Die Probleme des Zusammenlebens von „Einheimischen“ und Flüchtlingen, sowie die positiven Aspekte dessen werden in dieser Geschichte nicht einfach direkt angesprochen oder aufgezählt, sondern sind häufig im Kontext zwischen den Zeilen zu finden. Und es geht hier nicht hauptsächlich um Yasin und seine Vergangenheit. Sondern es geht hier auch um Anna, eine 17-jährige, gebürtige Berlinerin, ud um Anna UND Yasin. Annas Geschichte steht für mich aber im Vordergrund. Ja, auch Yasins Geschichte wird von einem auktorialem Erzähler wiedergegeben, das geschieht in separaten Kapiteln. Für mich waren diese Passagen sehr interessant und erschütternd zugleich, jedoch wirkten sie auf mich mehr wie eine Erklärung, damit man mehr über Yasin erfährt, denn sonst würde man seine Geschichte – aus seinen Gesprächen mit Anna – nur sehr schleppend erfahren.

Wie erwähnt, ist für mich Anna die wahre Hauptperson des Buches, also kommen wir zuerst zu ihr:

Anna

Ihre Eltern haben sich scheiden gelassen, ihr Leben, wie sie es bisher gekannt hat, zerbricht von einem Tag auf den anderen in tausend Teile, denn als wäre die Scheidung nicht schon schlimm genug, muss sie nun auch noch in einer neuen Stadt ohne ihre Freunde zurechtkommen. Vielleicht wirkt Manches, was sie tut oder denkt auf einige LeserInnen etwas übertrieben und deshalb nicht zu gut nachvollziehbar. Aber man sollte, finde ich, beim Lesen immer im Hintergrund behalten, dass sie erst 17 Jahr alt ist. In diesem Alter möchte man zwar schon erwachsen stark und selbstständig sein, aber man ist es meistens noch nicht. Annas Leben wird zusätzlich von Angst und Wut bestimmt. Darin gibt es keinen Platz für Vertrauen und Liebe. Wie Maya Shepherd es hin und wieder auch im Buch formuliert hat, ist Yasin Annas Silberstreif am Horizont, der sie nicht gänzliche in ein schwarzes Loch fallen lässt. Ich fand Anna sehr sympathisch und außerdem realistisch gestaltet. Hin und wieder habe ich zwar etwas über Gedanken von ihr seufzen müssen, aber eher im Sinne von Mitfühlen und das man ihr so gerne sagen würde, dass sie auch mal das Gute sehen sollte.

Yasin

Dieser Junge bzw. junge Mann hat in seinem Leben schon unglaublich viel mitgemacht, ich könnte es ihm nicht verdenken, wenn er dadurch den Glauben an die Menschheit verloren hätte. Aber das hat er nicht. Ganz im Gegenteil. Yasin ist ein gutmütiger, friedvolle Mensch, der nur seine Liebsten beschützen und jedem Streit aus dem Weg gehen möchte. Er sieht was er hat und ist damit zufrieden, ohne sich dadurch unglücklich zu machen, indem er sich immer das wünscht was er nicht haben kann. Ihm ist es möglich, die schönen Seiten des Lebens hervorzuheben und die schlimmen nicht zu dicht an sich heranzulassen.

Einteilung/Kapitel

Die einzelnen Kapitel spielen zu unterschiedlichen Zeit an unterschiedlichen Orten. Man kennt sich aber super aus, da unter der Kapitelüberschrift wie bei einem Logbucheintrag das Datum und der Ort angeführt sind. Manche Kapitel erzählen von Yasins Flucht aus dem Kosovo nach Deutschland, andere spielen in der „Gegenwart“ und sind in der Ich-Form aus Annas Sicht geschrieben. So erfährt man besonders viel über Annas familiäres Verhältnis, ihre Gedanken- und Gefühlswelt, sowie ihr Verhalten. Auch lernt man so al LeserIn Yasin das erste Mal kennen.

Schreibstil

Maya Shepherd erzählt Anna und Yasins Geschichte relativ einfach und doch sehr emotional. Ich finde die Wortwahl passt sehr gut zu Annas Alter wäre auch irgendwie befremdlich, wenn sie wie ein 60-Jähriger Uni-Professor reden und denken würde.

Lesefluss/Spannung

Anfangs geht es etwas ruhig dahin, einzig die Passagen über Yasins Flucht sind richtig spannungsgeladen, in den anderen Kapiteln geht es anfangs eher darum, dass man die Personen besser kennenlernt und man Annas Situation verstehen kann. Das Buch wird dann aber von Seite zu Seite fesselnder und ca. ab dem letzten Drittel konnte ich es wirklich kaum mehr aus der Hand legen. Daran waren vor allem die kurzen Kapitelüberschriften Schuld, die dazu geführt haben, dass ich diverse Vermutungen am Anfang des Kapitels angestellt habe und dann unbedingt sofort wissen musste, ob ich recht behalten würde oder nicht.

Sonstiges

Besonders gut hat mir an diesem Buch gefallen, dass zwar Yasin ein „Vorzeige-Asylwerber“ ist, jedoch trotzdem schlimme Vorfälle geschildert werden und man merkt, dass JEDER Mensch individuell ist, egal von wo er/sie kommt. Auch die Nebencharaktere habe sehr viel Schwung in die Geschichte gebracht sowie Potenzial für Auseinandersetzungen, denn nicht jeder ist immer gleicher Meinung und manche wollen immer nur das Beste für sich selbst. Weiters lernt an, dass man erst in schweren Zeiten erfährt, welche Menschen wahre Freunde sind, wer immer zu einem hält. Außerdem wird nicht nur de Flüchtlingsthematik behandelt, sondern es ging auch um Probleme wie den Unterschied zwischen arm und reich, die teils sehr komplizierte Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern sowie zwischen den Geschwistern. Auch selbstverletzendes Verhalten und Hilflosigkeit werden in der Geschichte angesprochen und nicht kurz als unwichtig abgetan, sondern detailliert thematisiert.

Fazit

Eine schöne und gleichzeitig dramatische Liebesgeschichte von zwei Jugendlichen, die nur zusammen ganz sein können in einem Buch das zum Nachdenken anregt.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung!

Vielen Dank, Maya Shepherd, für das E-Book als Rezensionsexemplar!

Rezension: „Filguri: Spiel mit dem Schicksal“ von Eva Maria Klima

Infos:

Titel: „Filguri: Spiel mit dem Schicksal“

Autorin: Eva Maria Klima

(https://www.eva-maria-klima.at/)

Seitenanzahl: 279 Seiten (E-Book)

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Bildquelle: https://www.facebook.com/EvaMariaKlima/photos/a.573507192709957.1073741828.573453612715315/1444068682320466/?type=3&theater

©Eva Maria Klima

Amazon:

https://www.amazon.de/Filguri-Spiel-mit-dem-Schicksal/dp/3950371494/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1504545415&sr=8-1&keywords=filguri

Klappentext:

„Mariella besitzt außergewöhnliche magische Fähigkeiten. Sie lebt mit ihren Eltern in einem verlassenen Kloster in den Bergen Tibets. Doch als sie herausfindet, warum ihre Eltern zeitweise von einer unaussprechlichen Trauer heimgesucht werden, trifft sie einen folgenschweren Entschluss. Sie verlässt ihr idyllisches Zuhause und gerät ins Kreuzfeuer zweier mächtiger Männer, die eine enorme körperliche Anziehung auf sie ausüben. Geblendet von ihren Gefühlen, findet sie sich plötzlich in einer scheinbar ausweglosen Situation wieder.
Ein Brief, der das ganze Leben verändert. Ein vergessenes Familiengeheimnis und eine Frau, deren Herkunft nicht bekannt werden darf.“

Quelle: Amazon.de

Meine Meinung:

Hach, ich habe echt eine Weile darüber nachgrübeln müssen, wie ich meine Meinung zu diesem Buch gut rüberbringe ohne zu negativ oder zu positiv zu klingen. Denn es hat einiges gegeben, was mir an diesem Buch echt gut gefallen hat, aber so manches hat mich auch gestört.

Fangen wir mit den Figuren an…

Grundsätzlich finde ich die Figuren in diesem Buch sehr spannend! Die verschiedenen „Wesen“, die in diesem Buch vorkommen, wie Drachen, Filguri, Vampire etc. laden die LeserInnen in eine magische Welt, die sich doch an uns bekannten oder zumindest mehr oder weniger realen Schauplätzen abspielt, ein. Wir lernen in diesem Buch viele teils sehr unterschiedliche Charaktere kennen. Manche von ihnen werden sehr genau beschrieben, bei anderen sind noch die ein oder anderen Fragen offen, die womöglich im zweiten Teil der Geschichte beantwortet werden. An dieser Stelle sei gesagt, dass es sich bei „Filguri“ um ein Spin-Off der Peris Night Reihe der Autorin Eva Maria Klima handelt. Ich habe diese Reihe nicht gelesen, jedoch sollte das für’s Lesen von Filguri kein Problem sein. Ich weiß aber natürlich dadurch leider nicht, ob altbekannte Figuren wieder auftauchen oder nicht.

Was mich an manchen Charakteren aus dem Buch jedoch gestört hat, sind ihre Namen. Irgendwie hat es meinem Lesegenuss etwas geschadet, dass eine Person Hugorio heißt, sein Gegenüber dann aber wieder Melanie, was für mich ja ein ziemlich gewöhnlicher Name ist. Nichts gegen Melanies, aber ich fand es nur teilweise unpassend, dass sehr einfallsreiche und auch magisch klingende Namen mit solchen vermischt werden, die man andauernd im realen Leben hört. Außerdem war der Name Tetlef einfach echt nicht meins. Ich weiß nicht, ob es an der Schreibweise oder dem Namen für diesen Charakter allgemein liegt, aber dieser Name hat mir immer wieder mein Bild zerrüttet, welches ich eigentlich von dieser Person – aus dem Buch – gehabt habe.

Weiters fand ich Mariellas Entwicklung leider nur wenig nachvollziehbar. Anfangs wirkt sie so jung, verletzlich und naiv, dass ich sie – vor einer Alterangabe im Buch – auf maximal 15 Jahre geschätzt hätte, aber eigentlich ist sie Anfang 20! Im Laufe der Geschichte wird sie dann aber plötzlich ziemlich taff und ist – wie sie es selbst nennt – ein Sexfan, was ziemlich deutlich wird. Auf mich hat sie hin und wieder leider als etwas zu leicht zu haben gewirkt, was mich gestört hat, da ich sie dann manchmal einfach nicht ernst nehmen konnte.

Die Geschichte an sich und der Lesefluss

Wie schon kurz erwähnt, konnten mich die magische Welt und die darin vorkommenden Wesen in diesem Buch begeistern und trotz der oben genannten Kritikpunkte (die Charaktere betreffend), konnte mich die Story in ihren Bann ziehen. Das zeugt von einem angenehmen Schreibstil und spannenden Wendungen, sowie gut beschriebenen Schauplätzen, denn normalerweise kann mich keine Geschichte fesseln, in der mich die Protagonisten nicht gänzlich überzeugen können. Hier wurde ich jedoch positiv überrascht und habe ein ziemlich hohes Lesetempo hingelegt, auch habe ich sogar mal in der kurzen Mittagspause die Zeit zum lesen genutzt, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht. Alles in allem hat mir die Idee der Geschichte sehr gut gefallen. Was ich auch erwähnen möchte, ist, dass das Buch mehr als nur einen fiesen Cliffhanger hat. Es hat mich nicht nur mit einigen Fragen zurückgelassen, sondern es hat auf mich fast ein wenig so gewirkt, als wäre einfach ein Schnitt durch die Geschichte gemacht worden. Zack, bumm, Ende. Ich dachte echt, es würden noch so 10 bis 20 Seiten kommen, aber nein. Das fand ich ein wenig schade, da ich wirklich erst einmal nachschauen musste, ob ich nicht vielleicht doch etwas übersehen habe, oder ob das wirklich das Ende von diesem Buch ist. es war wirklich das Ende vonBand 1… Wenigstens gibt es eine Fortsetzung!

Was mir wiederum gut gefallen hat, sind die magischen Kräfte der Drachen und Filguri und wie diese von der Autorin beschrieben werden. Immer wieder tauchten neue Fähigkeiten auf, die von diversen Personen genutzt werden konnten oder verheimlicht werden mussten.

Fazit:

Auch wenn es einige Aspekte an diesem Buch gibt, die ich mir anders wünschen würde und die mich etwas gestört haben, fand ich „Filguri: Spiel mit dem Schicksal“ trotz allem spannend und ich habe es grundsätzlich auch gerne gelesen. Es ist schwer zu erklären, das Buch und ich haben eine etwas komplizierte Beziehung zueinander während des Lesens entwickelt, aber ich werde trotz der Kritikpunkte Band 2 lesen und freue mich auch schon darauf. Ich bin sehr gespannt, ob ein paar Dinge meiner Meinung nach in Band 2 besser umgesetzt sind! Alles in allem eine empfehlenswerte Geschichte, wenn man mit der so unterschiedlichen Namensgebung und Mariellas „Freizügigkeit“ (ich finde irgendwie kein passendes Wort dafür) umgehen kann, bzw. wenn man diese Aspekte nicht als den Lesefluss störend empfindet.

Ich gebe diesem Buch 3,5 von 5 möglichen Sternen, da ich trotz einiger Kritikpunkte gut unterhalten wurde.

Rezension: „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen

Ein wundervoller Roman!

Infos

Titel: „Stolz und Vorurteil“

Autorin: Jane Austen

Aus dem Englischem übersetzt von Andrea Ott

Nachwort von Elfi Bettinger

Verlag: Manesse Bibliothek der Weltliteratur

Erscheinungstermin: 11.März 2003

Meine Meinung

Nachdem ich die Romanverfilmung aus dem Jahre 2005 geschaut und geliebt habe, war für mich klar dass ich die literarische Grundlage unbedingt lesen möchte. Auch, wenn ich anfangs nur etwas holprig in die Geschichte hineingefunden habe – die etwas veraltete Sprache und zusätzlich Austens ironischer Erzählstil waren ein wenig gewöhnungsbedürftig – gefiel mir die Geschichte selbst sehr gut. Nach etwa 100 Seiten war ich gedanklich auch schon mitten drin im Geschehen und fühlt mit den fünf so verschiedenen Schwester mit. Ich fand es sehr interessant wie grundsätzlich verschieden die Charaktere der Bennet-Töchter sind und wie unterschiedlich sie sich entwickeln. Hier möchte ich nur kurz erwähnen, dass für mich Mary etwas zu kurz kommt, es gab Stellen im Buch, wo ich fast ganz auf sie vergessen habe, da sie einfach teilweise über mehrere Kapitel hinweg gar nicht erwähnt wird. Und doch gefällt mir die Darstellung der verschiedenen Personen richtig gut, besonders der starke Kontrast zwischen Mr. Bennet, Elizabeth, sowie Jane und ihren restlichen Familienmitgliedern. Hervorzuheben sind auch die doch relativ häufigen Ortswechsel, die meiner Meinung nach etwas mehr Schwung in die Geschichte bringen. Auch wenn ich durch den Film schon mehr oder weniger genau wusste, was wann passiert und was wahr ist und was Betrug, hat mich dieses Buch fesseln können und ich habe an drei Tagen den Großteils des über 600-seitigen Buches gelesen. Während ich Mr. Collins Briefe und direkte Reden etwas mühselig fand, wurde ich doch auch ziemlich gut von dieser Figur und der Art und Weise, wie die anderen Personen ihn sehen, unterhalten. Besonderes ans Herz gewachsen ist mir – wie es wahrscheinlich bei vielen der Fall ist – Mr. Darcy. Ich finde seinen vielschichtigen Charakter sehr interessant und gleichzeitig finde ich seinen Charakter trotz seines Stolzes einfach sympathisch. Etwas ähnliches denke ich auch über Mr. Bingley, auch wenn mir dieser etwas zu leicht zu durchschauen ist.

Zum Buch: Ich finde die Größe dieses gebundenen Buches sehr praktisch, es passt in (fast) jede Damenhandtasche mit Leichtigkeit und ist für die hohe Seitenzahl ziemlich leicht. Die Gestaltung Schutzeinbandes zeigt deutlich, dass es sich um einen literarischen „Klassiker“ handelt, mir persönlich gefällt das Buch jedoch ohne diesen Einband besser. Aber natürlich erfüllt der Einband einfach eine wichtige praktische Aufgabe, denn ohne diesen Einband würde das Buch wahrscheinlich relativ schnell abgenutzt werden – wenn man es auch unterwegs bei sich trägt.

Hilfreich fand ich die Anmerkungen/Begriffserklärungen gegen Ende des Buches. Weniger interessant fand ich persönlich das Nachwort, welches ich als eine Interpretation des Romans betrachte. Vielleicht bin ich durch das häufige Schreiben von Text- und Gedichtsinterpretationen und -analysen in der Schule etwas geprägt, aber ich mache mir lieber selbst Gedanken üer das Gelesene, als die Gedanken anderer über einen Text zu lesen. Aber jedem das seine/ihre. Ich bin mir sicher, dass das Nachwort sehr hilfreich und interessant sein kann, wenn man mehr über den Roman/die Geschichte in Bezug auf den Schreibstil und auf die damalige Zeit, in der Jane Austen lebte, erfahren möchte.

Alles in allem ein Buch, dass ich nur weiterempfehlen kann. Die Geschichte ist schön geschrieben nicht zu schnulzig, wärmt aber doch das Herz und ist auch für den ein oder anderen Lacher gut!

Von mir gibt es 4 von 5 möglichen Sternen!

Rezension: „Seelenlos 5: Morgengrauen“ von Juliane Maibach

Infos:

Titel: Seelenlos (5): Morgengrauen

Autorin: Juliane Maibach

Seitenanzahl: 287 Seiten (E-Book)

Seelenlos-bd-5-3d

©Juliane Maibach

Bildquelle: http://www.juliane-maibach.com/?page_id=3464

Amazon: https://www.amazon.de/Seelenlos-Morgengrauen-Juliane-Maibach-ebook/dp/B071LTY1PT/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1501530643&sr=8-1&keywords=seelenlos+morgengrauen

Thalia: https://www.thalia.de/shop/home/suchartikel/ID72650316.html?sq=seelenlos%20morgengrauen

Klappentext:

Bei Morgengrauen beginnt es: Der letzte alles entscheidende Kampf. Gwen blickt auf die vielen Soldaten um sich herum und lauscht ihrem donnernden Herzschlag. Sie weiß, es gibt kein Entrinnen mehr, heute muss auch sie um ihr Überleben kämpfen. Kriegstrommeln ertönen, die Schreie der Männer um sie werden ohrenbetäubend. Schließlich stürmen sie mit erhobenen Klingen die Anhöhe hinab auf einen Feind zu, der alles zerstören will. Der Nephim Mirac gilt aufgrund seiner besonderen Macht als unbezwingbar und dennoch scheut keiner der Fürsten den Krieg. Doch von Tares und den anderen fehlt weiterhin jede Spur …
Warum waren Gwen all die Zeichen entgangen? Hätte sie das alles irgendwie zu verhindern vermocht? Im Grunde hatte alles damit begonnen, dass Brindia Thungass ihnen an diesem einen Tag in die Arme gelaufen war … Ein Moment, der entscheidend war für ihr aller Schicksal.

(Quelle: Thalia.de)

Meine Meinung:

Allein dieser Klappentext…Gänsehaut pur!

Und schon der allererste Satz davon…“der letzte alles entscheidende Kampf“… diese Buchreihe hat mich hier auf meinem Blog von Andang an begleitet. Meine allererste Rezension, die ich nicht nur auf Amazon oder Thalia oder ähnlichem veröffentlicht habe, sondern für meinen Blog (damals noch „nur“ meine Facebookseite) geschrieben habe, war zu „Seelenlos: Splitterglanz“, dem ersten Band der Reihe von Juliane Maibach der mir so, so gut gefallen hat. Natürlich mussten dann auch die weiteren Bände folgen. Und jetzt sind wir bei Band 5 angekommen, dem finalen Band. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und ich habe es unglaublich gerne gelesen, gleichzeitig wollte ich noch nicht, dass es zu Ende geht.

Denn auch in diesem Buch hat es die Autorin wieder geschafft, dass ich Gwen und ihre Freunde bei ihren Abenteuern begleiten konnte, dass ich mit ihnen mitgefühlt habe und dass ich vor Spannung das Buch kaum mehr aus der Hand legen wollte. Das Buch ist zwar nicht von Anfang bis Ende mit actiongeladenen Szenen vollgepackt, aber durch ihren so bildlichen, schon oft von mir gelobten, tollen Schreibstil, hat Juliane Maibach es geschafft, dass ich richtig gut in die Geschichte eintauchen konnte und mich diese magische Welt, in die Gwen reisen kann, wieder einmal total verzaubert hat. Ja, in diesem Buch geht es nicht um die Schönheit dieser Welt, sondern um die Gefahren und schlussendlich geht es um einen unerbitterichen Kampf, der über Leben und Tod so vieler entscheidet.

Ich möchte gar nicht allzu viel zu diesem Buch sagen, da ich nichts spoilern will, aber ich möchte euch natürlich schon dabei helfen, herauszufinden, ob das Buch bzw. die Buchreihe gefallen könnte.

Was mir auch bei diesem Band wieder besonders gut gefallen hat, ist, dass die Autorin es wieder einmal geschafft hat, mich zu überraschen mit Wendungen, die ich so nicht kommen gesehen habe, auch wenn ich sagen muss, dass ich durch die vorherigen Bände schon ein paar Dinge vorhersehen konnte. Nicht, weil sie so vorhersehbar waren, sondern weil ich einfach mit der Zeit ein Gefühl für die Geschichte bekommen habe und manche Geschehnisse erschienen in diesem Moment einfach so richtig, damit die Geschichte um Gwen und ihre Begleiter so weitergehen kann, wie sie soll, dass ich manche Wendungen und Geschehnisse deshalb erahnen konnte.

Weiters positiv ist mir aufgefallen, dass Juliane Maibach auch in diesem Buch wieder das Element der Vergangenheit gekonnt einbaut und man so einerseits ein besseres Bild von verschiedenen Personen und deren Handlungen und Beziehungen bekommt, gleichzeitig versteht man die Beweggründe der Personen dann noch besser. Ich habe diese Rückblicke bzw. die Geschichten über die Vergangenheit in jedem der vorherigen Bände sehr spannend gefunden, und so war es auch bei „Morgengrauen“. Auch haben mir die Personen und deren Gestaltung in diesem Band genauso gut gefallen, wie in den ersten vier Büchern der Reihe.

Fazit:

Ein bestens gelungenes, gut ausgearbeitetes Finale einer sehr spannenden und gleichzeitig auch romantischen Fantasy-Buchreihe, das meiner Meinung nach in keinem Regal eines Romantic-Fantasy-Lesers fehlen sollte. Der Schreibstil der Autorin hat mir richtig gut gefallen und so viel es mir sehr leicht in die Geschichte einzutauchen. Es wird mir fehlen, gemeinsam mit Gwen,Tares, Asrell und Niris in abenteuerliche Geschichten abzutauchen, aber vielleicht lese ich die Buchreihe ja ein zweites Mal.

Von mir gibt es 5 von 5 möglichen Sternen und eine absolute Leseempfehlung!

Rezension: „Secrets: Das Geheimnis der Feentochter 1“ von Maria M. Lacroix

Ich habe am Montag meine letzte Klausur für die nächsten 2 Monate geschrieben und hab deshalb eeeendlich mal wieder Zeit für eine Rezi. Woohoooo!

Sodala, los geht’s 😀

Ah ja, um was es eigentlich geht fragt ihr euch? Um ein wundervolles Buch aus dem Drachenmond Verlag. Ein Buch das wunderschön blau ist. Und in dem es um Fay geht (nicht zu verwechseln mit süßen guten Feen). Und in dem es hin und wieder ganz schön heißt her geht!

Ich rede natürlich gerade von „Secrets – Das Geheimnis der Feentochter 1“ von Maria M. Lacroix. Habt ihr doch sicher alle gleich erraten oder? 😀

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©Drachenmond Verlag

Nachdem mir „No Heartbeat before Coffee“ so gut gefallen hat und ich in der Bloggergruppe der lieben Maria sein darf – ich fühle mich geehrt ❤ – wollte ich auh dieses Buch von ihr unbedingt lesen und habe es als Vorableseexemplar erhalten – danke dafür Maria! 🙂

Das hat aber rein gar keinen Einfluss auf meine Meinung. Ich versuche immer so ehrlich wie möglich zu sein, natürlich ohne beleidigend zu werden, und das trifft auch auf diese Rezension zu.

Infos

Titel: „Secrets: Das Geheimnis der Feentochter 1“ (Band 1 einer Trilogie)

Autorin: Maria M. Lacroix

Seitenanzahl: ca. 300 Seiten

Preis: 12,90€ (direkt beim Drachenmond Verlag)

Hier könnt ihr das Buch bestellen: https://www.drachenmond.de/titel/secrets-feentochter/

Ihr könnt es aber auch über Thalia oder Amazon bestellen.

Klappentext

Als Nessyas Freundin von einem grausamen Feenprinz in sein Reich entführt wird, kann ihr nur der Heeresführer der Seelenfresser helfen. Doch sein Preis ist hoch.
Als Magielose war Nessya im Síd – den Feenhügeln – eine Schande für ihre Mutter und floh deshalb in die Welt der Menschen, nach Dublin. Um Emma zu retten, muss sie Jahre später dorthin zurückkehren, wo ihre Flucht einst begann, und sich auf einen Pakt mit dem gefährlichsten aller Fay einlassen …

Band 1 der magischen Geschichte um die Welt unter dem Feenhügel.

Meine Meinung

Kommen wir zuerst einmal zum Cover, das finde ich nämlich unglaublich hübsch! Die blaue Farbe, das Mädchen, einfach alles!

Kritik:

Es gibt zweieinhalb Dinge, die mich etwas gestört haben und ich fang jetzt einfach mal damit an und sage euch danach, warum mich das Buch trotzdem begeistern konnte.

Alsoooo…..

Anfangs kann das Buch etwas verwirrend sein, der Leser/die Leserin wird mit einer ganz neuen Welt und dadurch auch mit vielen unbekannten Begriffen konfrontiert, oder auch mit Begriffen, die in dieser Geschichte etwas anderes bedeuten, als man zuerst vielleicht erwarten würde. Dieses „Problemchen“ kann aber aus der Welt geschafft werden, wenn man einfach VOR dem Lesen das echt unterhaltsame Glossar am Ende des Buches liest. Ich bin mir erst nach den ersten 10 Seiten draufgekommen, was aber auch noch früh genug war, finde ich. 😀

Was mich auch ein wenig gestört hat, ist, dass das Tempo der Geschichte gegen die Mitte hin immer mehr zunimmt, was ich anfangs gut fand, da gleichzeitig auch die Spannung immer weiter aufgebaut wird, jedoch ging es mir dann in der zweiten Hälfte des Buches fast etwas zu schnell. Ich hätte lieber 100 Seiten mehr gelesen und dafür die Charaktere und den Feenhügel etwas besser kennengelernt. Aber vielleicht kommt das ja noch, denn immerhin handelt es sich hier ja um den ersten Teil einer Reihe.

Der halbe Kritikpunkt von den zweieinhalb ist, dass der Klappentext für mich etwas zu viel verraten hat, da ich aber jetzt auch nicht wüsste, wie man den Klappentext konkret anders schreiben hätte können, wollte ich das nicht als richtigen Kritikpunkt anführen, aber trotzdem kurz erwähnt.

Trotz allem haben die Charaktere für mich sehr lebendig und einzigartig gewirkt, es war also nicht so, dass ich sie als oberflächlich empfunden hätte und ich deshalb mehr über sie erfahren möchte, sondern die Geschichte war für mich einfach anfangs fast ein wenig langatmig, in der zweiten Hälfte ging dafür dann alles umso schneller, fast ein bisschen zu schnell.

Aber es ist aber wie gesagt auch kein Einzelband, also dürfen meiner Meinung nach ja ruhig ein paar Fragen offen bleiben.

Was mir richtig gut gefallen hat:

Kommen wir zu den Aspekten, die mich verzaubert haben, durch die ich in die Geschichte eintauchen konnte und die der Grund dafür sind, dass mir das Buch alles in allem wirklich gut gefallen hat.

Kommen wir zuallererst zum Setting.

Die Geschichte spielt mal in „unserer Welt“, mal in jener der Fay, die beiden Welten überkreuzen sich mehr oder weniger, also es gibt in der Menschenwelt, wo auch Nessya, sie weibliche Protagonistin lebt, Wege, auf denen man in die Feenwelt gelangt. Ich fand diese andere Welt und ihre Bewohner unglaublich spannend, vor allem weil man ein doch ziemlich klares Bild von Feen hat (Ich muss da immer an diverse Disneyfilme denken), das durch dieses Buch jedoch ziemlich auf den Kopf gestellt werden kann. Ich habe noch kein Buch gelesen, in dem so vielschichtige, für mich neue Charaktere bzw. Wesen vorgekommen sind.

Die Charaktere

Ein weiterer Punkt, der mir sehr gut an diesem Buch gefallen hat, waren, wie vorher schon mal kurz angeschnitten, die Protagonisten und einige Nebencharaktere der Geschichte. Vor allem Nessya und Cathal (der Sluagh-Heerführer), die beiden Protagonisten, sowie deren etwas komplizierte Beziehung zueinander konnten mich richtig in die Geschichte ziehen. Die beiden waren für mich sehr interessante Charaktere und ich wollte unbedingt erfahren, wie sie im weiteren Verlauf der Geschichte zueinander stehen werden. Auch Nessyas Freundinnen Emma und Jada fand ich sehr gut ausgearbeitet und ich konnte sie mir von Anfang an bildlich vorstellen, auch wenn ich mir irgendwie die Namen der verschiedenen Charaktere nur schwer merken konnte, was bei mir sonst nur selten der Fall ist. Keine Ahnung warum das genau bei diesem Buch so war. Ich finde das aber nicht weiter schlimm, denn sobald ich den Namen gelesen habe, wusste ich eh wer gemeint ist, nur wenn mich jemand gefragt hätte, wie die alle heißen, hätte ich erst einmal eine Weile überlegen müssen. Ich hab die Namen auch jetzt zur Sicherheit nochmals im Buch nachgeschlagen, damit ich euch hier keinen Blödsinn erzähle.

Ich möchte auch noch kurz hervorheben, dass in diesem Buch meiner Meinung nach, die Rollen der verschiedenen Personen nicht allzu leicht zu durchschauen bzw. vorherzusehen sind. Vor allem Nessyas Beziehung zur Feenwelt allgemein fand ich richtig spannend. Das gefällt mir bei Büchern auch immer gut. Ich mag es nicht, wenn etwas von Anfang an für mich vollkommen vorhersehbar ist.

Der Schreibstil

Wie es auch in „No Heartbeat before Coffee“ der Fall war, habe ich mich auch in diesem Buch hin und wieder ein wenig gegruselt oder geekelt, aber es war bei weitem nicht so schlimm und ich fand das auch ganz unterhaltsam. Ich finde es gut, dass diese Geschichte kein glitzerndes, kitschiges Feenmärchen, sondern eine doch teilweise etwas düstere Story ist. Das ist es einfach, was ich besonders am Schreibstil der Autorin Maria M. Lacroix mag: Sie scheint bewusst nichts verschönern zu wollen, ohne aber alles pessimistisch oder hässlich dazustellen. Sie findet einfach ein gutes Gleichgewicht zwischen der realen, mal auch etwas unschönen Darstellung von Personen und deren Taten, und der nicht zu schwer lastenden Unterhaltung der LeserInnen. Ihre Bücher sind keine zu tiefgründigen Geschichten, die schwer auf der Seele des Lesers lasten können, aber gleichzeitig sind sie keine oberflächliche, luftig leichte Unterhaltungslektüre. Ich hoffe, ihr versteht in etwa, was ich meine, es fällt mir gerade etwas schwer, das richtig auszudrücken. Außerdem schreibt sie keine zu verschachtelten, aber auch keine zu banale, kurze Sätze, kurz gesagt, schafft man meist ein sehr angenehmes Lesetempo.

Tipp: Alteresempfehlung meinerseits

Bevor ich zum Ende meiner Rezension komme, möchte ich noch darauf hinweisen, dass das Buch ein paar ziemlich heiße Stellen beinhaltet und ich es deshalb eher nicht für unter 16- oder 17-Jährige empfehlen würde. Es ist kein New Adult und keine Angst, es geht nicht nur um Sex, aber es ist nun mal doch auch Teil der Geschichte. (Ich finde es so schwer, eine Alteresemofehung abzugeben, da vor allem Jugendliche sehr untrschiedlich „weit“ sind. Mich als 19-Jährige schockieren bestimmt immer noch Dinge, die manche 16-Jährige liest ohne sich viel dabie zu denken. Menschen sind eben sehr individuell, deshalb sollte diese Altersempfehlung auch wirklich nur als EMPFEHLUNG und als grober Richtwert betrachtet werden.)

Fazit:

Eine anfangs etwas langatmige und doch unterhaltsame Geschichte, die gleichzeitig nicht allzu verschönernd, ja teilweise sogar etwas düster, ist. Eine Geschichte über Menschen und Fay und alle, die irgendwo dazwischen stehen. Und vor allem eine Geschichte über eine junge Frau, die lernt eine ihrer größten Ängste zu lieben und sich ihrer Vergangenheit zu stellen.

Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung!

Bildquelle: https://www.facebook.com/maria.m.lacroix/

 

Rezension: „Verwandte Seelen – Die Trilogie“ von Nica Stevens

Spät aber doch gibt es heute meine Rezension zu Nica Stevens Trilogie „Verwandte Seelen“. Ich habe die Gesamtausgabe gelesen, was ich sehr praktisch fand (man kann gleich weiterlesen), auch wenn dieser dicke Schinken nicht gerade handlich ist. Es gibt alle drei Bücher aber auch einzeln mit ebenso wunderschönen Covern.

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©Drachenmond Verlag

Bildquelle: http://www.nicastevens.de/lesen.html

Und damit kommen wir auch schon zum ersten Punkt über den ich unbedingt sprechen möchte:

Das Cover

WOW! Das war das Erste, was ich dachte, als ich dieses beinahe unbeschreiblich schöne Buch in meinen Händen halten konnte. Für mich ist es eines der besten, schönsten und harmonischsten Cover, die ich je gesehen habe. Das warme Gelb verbunden mit dem natürlichen Grün lässt mich sofort von sonnenbeschienenen Wäldern träumen. Ich bin im Grünen aufgewachsen, in einem kleinen Kaff, in dem ich auch heute noch lebe und bei diesem Cover musste ich sofort an mein Zuhause denken.

Die Geschichte an sich

Doch nicht nur das Cover brachte mich ins staunen, auch die Geschichte rundum Sam und Jake hat es mir total angetan! Ich habe das Buch wirklich gesuchtet, auch wenn ich mal eine kurze Lesepause machen musste, da ich eine wichtige Prüfung geschrieben habe und wusste, wenn ich jetzt lese, dann lege ich das Buch wahrscheinlich nicht so schnell wieder aus der Hand und schreibe eine 5. Also musste ich das durchziehen, was gar nicht so einfach war. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich wieder Zeit hatte weiterzulesen, denn ich hatte gerade erst den ersten Band beendet.(Nachher gehe ich noch genauer auf die einzelnen Teile ein.)

Die Welt in der diese Bücher spielen, ist größtenteils aufgespalten in Menschen und Unsterbliche, die die Menschen unterdrücken, auch wenn sie selbst an diese erinnern, nur sind sie grob gesagt das perfekte Abbild der Menschen: niemals krank, groß, stark, unglaublich attraktiv und unverletzlich. Naja fast. Denn gegenseitig können sie sich die Köpfe abschlagen und so kam es, dass die Population der Unsterblichen nach mehreren Schlachten immer weiter schrumpfte und plötzlich keine unsterblichen Kinder mehr das Licht der Welt erblickten. Denn nur zwei Seelenverwandte können ein Kind zeugen und das auch nur ein einziges Mal in ihrem Leben. Doch die Unsterblichen scheinen ihre Seelenverwandten nicht mehr zu finden. So kommt es, dass die unsterblichen Herrscher verhindern wollen, dass die Menschen immer mehr werden und verbieten diesen Kinder zubekommen, wenn sie nicht von den Unsterblichen eine Erlaubnis erhalten. Wer sich nicht daran hält wird gejagt und so kommt es dazu, dass sich Menschen verstecken und doch eine Familie gründen zu können. Doch sie müssen immer unter der Angst vor den Unsterblichen leben. Und eine von ihnen ist Samantha, alias Sam.

Der Schreibstil und die Charaktere

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus Sams Sicht erzählt, doch hin und wieder erfahren wir LeserInnen auch etwas vom Geschehen durch einen mal auktorialen, mal eher personalen Erzähler. So wissen die LeserInnen hin und wieder schon mehr als Sam, was eindeutig zum Spannungsaufbau beiträgt. Auch wenn Nica Stevens es bestens beherrscht, mir mit ihrem äußerst bildreichen Schreibstil diese fremde Welt deutlich vor mein inneres Auge zu malen, sind es die Charaktere, die mir am allerbesten gefallen haben.

Sie wirkten so echt, so nahe und riefen so starke Emotionen in mir hervor. Ich habe mit ihnen gelacht, getrauert, gefeiert und geliebt. Ich konnte völlig in die Geschichte, in den Ewigen Wald, eintauchen und so fiel mir zum Schluss der Abschied von Sam, Jake, Grimmt und Ryan sehr schwer. Das ganze Buch war so bildhaft, wirkte teilweise so real und doch wusste man, dass es das nicht ist, wie ein wunderschöner Traum, der jedoch auch tückisch sein kann.

Ich mochte vor allem Grimmt und Ryan, aber auch Dougal und Esca, beziehungsweise deren Gestaltung. Sie machten die Geschichte um so vieles reicher und spannender, besonders Esca, auch wenn er mir im echten Leben gestohlen bleibe könnte. Hach, auch Silas und Nancy fand ich toll, es gab eigentlich keinen Charakter, der mich gestört hat, alles wirkte so stimmig auf mich.

Das Hauptgewicht des Erzählstrangs lag natürlcih auf den beiden Protagonisten Sam und Jake, aber auch die Nebencharaktere wirkten wichtig, lebendig, waren sehr gut gestaltet und kamen nicht zu kurz. Keiner von ihnen wirkte oberflächlich oder unantastbar, man fühlte sich den Charakteren einfach nahe.

Band 1: „Verwandte Seelen – Eine Liebe zwischen Unsterblichkeit und Tod“

Der Einstige in die Geschichte fiel mir sehr leicht, es wird vieles erklärt und man fühlt sich keinesfalls einfach in die Geschichte hineingeworfen und alleine gelassen. Man lernt nach und nach einige Charaktere und Settings kennen. Von der Spannung her muss gesagt werden, dass Band 1 nicht gerade vor Spannung trieft, aber mich hat das wirklich nicht gestört, da beispielsweise über mehrere Kapitel die Beziehungen zwischen den verschiedenen Personen und deren Entwicklung dafür im Vordergrund stehen. Ich war trotzdem gefesselt von der Geschichte und wollte unbedingt mehr erfahren. Ich bin aber auch niemand, der viel Spannung in Geschichten braucht, solange ein roter Faden und gut ausgearbeitete Charaktere vorhanden sind.

Band 2: „Verwandte Seelen – Das Schicksal des Halbblutes“

Dieser Band ist dafür wirklich richtig spannend, es gibt einige Konflikte, Komplikationen und ich habe durchgehend mit Sam und Jake mitgefiebert. Esca spielt ab Band 2 eine wichtige Rolle und mischt mal so richtig auf. Vor allem das äußerst problematische und angespannte Verhältnis zwischen Menschen und Unsterblichen wird behandelt. Doch eine Lösung zu finden scheint mehr als schwierig zu werden. Auch zwei weitere Nebencharaktere bekommen eine wichtigen Part in der Geschichte und erhielten dafür meine volle Missgunst, also nicht die Geschichte um sie herum, sondern einfach die Charaktere selbst, weil ich sie unausstehlich finde, aber das soll auch so sein.

Band 3: „Verwandte Seelen: Die Schatten der Erinnerung“

Dieser Band war wirklich sehr tragisch für mich, aber gleichzeitig auch total spannend. Die Geschichte ging mir richtig nahe. Jedoch kann ich nicht viel dazu sagen, ohne euch zu spoilern.

Es war einfach sehr emotional und ging genau ins Herz. Der Epilog rundet die Geschichte meiner Meinung nach sehr gut ab und mir standen auf den letzten Seiten wirklich Tränen in den Augen.

Ich wollte die Charaktere schlichtweg nicht loslassen, ich hatte sie doch schon in mein Herz geschlossen! 767 Seiten und doch wollte ich noch nicht, das es „schon“ vorbei ist.

Fazit

Ein Buch, das für mich nicht nur äußerlich wunderschön ist, denn auch der Inhalt hält so vieles parat: Spannung, ruhige Abschnitte, Liebe, Verrat, Gefahr und Verzweiflung. Auch sind die Seiten und Kapitel mit einigen Verzierungen liebevoll gestaltet. Die Charaktere waren sehr gut gestaltet und auch die Umgebung wurde sehr bildhaft dargestellt, so dass ich gut in die Geschichte eintauchen konnte.

Von mir gibt es 5 von 5 möglichen Sternen und eine eindeutige Leseempfehlung!