Rezension: „Warum Pechvögel fliegen können“ von Jasmin Whiscy

„Warum Pechvögel fliegen können“ ist der erste Band der Schutzengel-Trilogie und das erste Buch, das ich von Jasmin Whiscy gelesen habe.

Bild: Screenshot

Titel: „Warum Pechvögel fliegen können (Die Schutzengel-Trilogie)“

Autorin: Jasmin Whiscy

Seitenanzahl: 230 Seiten


Amazon: https://www.amazon.de/Warum-Pechv%C3%B6gel-fliegen-k%C3%B6nnen-Schutzengel-Trilogie/dp/374071722X

Als eBook und Taschenbuch erhältlich!


Klappentext:

Manu ist 15, verliebt in ihren besten Kumpel Tobi und der größte Pechvogel auf Erden. Darum schickt der Karma-Engel Camael den Aushilfs-Schutzengel Janiel auf die Erde. Jetzt könnte es aufwärts für den Pechvogel gehen!
Wären da nicht Erzfeindin Nadine, hitzeunempfindliche Kühlbeutel und Möchtegern-Versicherungsvertreter …


Quelle: Amazon.at


Meine Meinung


Schreibstil:

Am auffälligsten an diesem Buch war für mich der ziemlich eigene Schreibstil, der sich im Laufe des Buch wie auch die Protagonisten weiterentwickelt. Anfangs sind die Kapitel fast schon geprägt von Ellipsen. Das ist ja eigentlich nicht weiter schlimm und hat meist auch gut zur Geschichte gepasst, nur hatte ich leider hin und wieder das Gefühl die Regieanweisungen in einem Theaterstück zu lesen, als einen Roman. Der Stil ist grundsätzlich sehr frisch und jugendlich, so werden Ausdrücke verwendet, die die diese Altersgruppe eben auch im Alltag verwendet und zu komplizierte, verschachtelte Sätze werden vermieden. Das führt auch dazu, dass sich das Buch leicht und ziemlich schnell lesen lässt.


Protagonisten:

Manuela/Manu:

Sie wirkt sehr pubertär und unsicher. Vor allem zu Beginn der Geschichte ist sie auch eher naiv und sehr tollpatschig. Durch das Auftauchen ihres Schutzengels nehmen die Unfälle und Peinlichkeiten dann ab. Manuela ist 15 Jahre alt und ihre Gedanken kreisen sich großteils um typische Teenie-Probleme wie schlechte Noten und Jungs. So ist Manu in Tobi verliebt, es läuft aber einfach nicht so, wie sie es sich in ihren Träumen ausmalt. Hin und wieder kam sie mir auch jünger vor, vielleicht 13 oder 14, das ist aber auch verständlich, da auch im echten Leben Jugendliche oft sehr unterschiedlich und manche eben noch kindlicher als andere sind. Teilweise erkannte ich mich in ihr wieder. Am Anfang ärgerte ich mich noch darüber, dass sie dazu neigt, zu übertreiben und so viel mehr Bedeutung in Worte und Reaktionen zustecken, als eigentlich gemeint war. Doch dann merkte ich, dass ich in diesem Alter auch nicht anders war. Trotzdem konnte ich Manu nicht gänzlich in mein Herz schließen, dazu habe ich vielleicht doch ein bisschen zu oft über ihr Verhalten die Augen verdrehen müssen.


Janiel/Jan:

Janiel fand ich toll! Er ist zwar eher ruhig, hat aber auch eine ganz eigene Art, die ich irgendwie unterhaltsam fand. Zwar hätte ich gerne etwas mehr über seine Vergangenheit erfahren und was ihn als Person so ausmacht, aber vielleicht geschieht das ja noch in den nächsten zwei Bänden der Trilogie. Was mich ein wenig evrwundert hat, war dass sein häufiges Schweigen mal genervt mal schlichtweg gleichgültig und dann doch wieder sehr nachdenklich und tiefgründig gewirkt hat. Daraus wurde ich nicht so richtig schlau, obwohl ich glaube, dass da mehr dahinter stecken könnte.


Das Thema Mobbing:

Im Buch wird Mobbing thematisiert, in dem Manu das Opfer darstellt. Nadine beziehungsweise auch andere Personen, die von ihr angestachelt wurden, lassen sie einfach nicht in Ruhe und haben immer einen herabwürdigenden Kommentar oder einen Streich für Manu übrig. Grundsätzlich finde ich es gut, dass dieses Thema behandelt wird, jedoch habe ich etwas an der Umsetzung zu bemängeln. *eventuelle Spoiler-Gefahr*

Meiner Meinung nach, geschieht es etwas zu rasch, dass sich die Klassenmitglieder, die durchwegs auch dazu beigetragen haben, Manu das Leben etwas schwerer zu machen, sich von Nadine abwenden und plötzlich auf Manus Seite stehen. Es ist ja toll, dass auch sie nun Freunde findet aber das Ganze hat irgendwie zu überstürzt und nicht ganz ernst auf mich gewirkt. * Spoiler-Ende *

Ein weiterer Aspekt ist, dass eigentlich niemand aufgehört hat Leute zu mobben, sondern sich nur die Opfer geändert haben.


Die Geschichte an sich:

Die Story ist sehr unterhaltsam und zum Großteil witzig geschrieben. Trotzdem werden hin und wieder ernste Themen aufgegriffen und nicht einfach ignoriert. Auch gibt es keine typische und einfach gestaltete Liebesgeschichte, sondern es kommt immer wieder zu Konflikten, andere Personen spielen eine Rolle und man ist sich nie über das Gefühlsleben der einzelnen Figuren im Klaren. Das finde ich gut, da es nicht langweilig wird. Die Geschichte war zwar teilweise etwas „seicht“, aber ich habe auch nichts allzu Tiefgründiges und Poetisches von einer Romantasy-Komödie erwartet, also war das für mich schon so in Ordnung.

Ich möchte jedenfalls wissen, wie es weitergeht und das spricht eindeutig für die Geschichte!


Fazit:

Eine unterhaltsame Teenie-Komödie mit alltäglichen Problemen, über die sich Jugendliche hin und wieder den Kopf zerbrechen, mit ein wenig Fantasy und himmlischen Geschichten. Ein witziges Buch für Zwischendurch, das sich schnell und leicht lesen lässt und von den eigenen Problemen ablenkt. An der Umsetzung könnte jedoch noch ein wenig gefeilt werden.


Das Cover gefällt mir übrigens richtig gut!


Ich gebe diesem Buch 3,5 von 5 möglichen Sternen!


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