Rezension: Winternachtssonne von Christelle Zaurrini

Kurz vor Weihnachten habe ich das Buch „Winternachtssonne“ von der Autorin Christelle Zaurrini beendet. Es war mein erstes Buch dieser Autorin und erst mein zweites aus dem Drachenmond Verlag. Vielleicht haben es manche von euch mitbekommen, dass ich mir zu Beginn nicht sicher war, ob ich das Buch lesen soll, da ich den ersten Band (Sommernachtswende) nicht kannte/kenne. Ich habe es dann doch getan und keineswegs bereut!

Titel: Winternachtssonne

Seitenanzahl: 219 (Taschenbuch)

Autorin: Christelle Zaurrini

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Klappentext:

Seit dem Tod ihrer Eltern ist Bettys Kopf ein düsterer Ort voller Schmerzen und tiefer Abgründe. Bevor sie sich in ihrer Trauer vollkommen verlieren kann, schickt ihr Bruder sie in eine Therapie, wo sie Aiden kennenlernt, in dessen Kopf dieselben Schatten hausen. Für eine Zeit scheint es, als könnten sie sich gegenseitig retten, doch dann beginnt für beide der Alltag wieder und Aiden scheint wie ausgewechselt. Gezwängt in Muster, die er nach all den Jahren nicht mehr ablegen kann, verletzt er Bett immer mehr. Ist ihre Verbindung stark genug, um die Rollen, in denen sie Zuflucht gefunden hatten, aufzugeben?

Meine Meinung:

Zuerst möchte ich etwas zum Cover und zum Design im Buch sagen. Dieses winterliche Motiv, welches man auch schon sehr gut am Cover sehen kann, zieht sich durch das ganze Buch. Die Verzierungen sind zwar relativ einfach gehalten – eine große Schneeflocke hier, eine kleinere da –aber genau das passt einfach so perfekt in das Buch! Alleine vom Aussehen her, hat mir dieses Buch schon richtig gut gefallen!

Doch auch der Inhalt hat mich angesprochen! Wie man im Klappentext schon erfährt, hat Betty, die weibliche Protagonistin, ihre Eltern verloren. Zwar ist das schon einige Jahre her, aber sie kommt nie so richtig darüber hinweg. Dazu kommt, dass ihre jüngere Schwester Kelly und ihr älterer Bruder Dylan, der die Verantwortung für seine Schwestern übernommen hat, ganz gut mit diesem Verlust zurecht kommen zu scheinen. Doch es macht Betty wütend und traurig zugleich, wenn sie ihre Geschwister lachen sieht, oder sie den Geburtstag der Eltern vergessen. Denn sie könnte nie so wie sie sein. Sie entfernt sich also immer weiter von ihren Geschwister und dazu kommt, dass sie gemeinsam mit ihnen nach Trier umziehen, und somit ihren besten Freund Kian zurücklassen muss.

Als Dylan sie dann in eine Art Selbsthilfegruppe in Trier steckt, wo sie Aiden kennenlernt, scheint es mit Betty bergauf zu gehen. Auch wenn Aiden und seine kleine Schwester Fee eindeutig selbst so einige Probleme haben, geben Aiden und Betty sich gegenseitig Halt. Doch als Betty dann an ihrer neuen Schule auf den völlig veränderten und um einiges unsympathischeren Aiden trifft, versteht Betty die Welt nicht mehr. Auch ihre neu gewonnene beste Freundin kann ihr aus dem neu auf getanen, schwarzen Loch kaum heraushelfen. Was ist bloß mit Aiden los, wie soll Betty jetzt mit ihm umgehen? Und werden sie es doch noch schaffen, die schönen Seiten des Lebens in den Vordergrund zu rücken?

Auch wenn ich das Buch über längere Zeit hinweg auf kleineren Etappen gelesen habe, hat mich die Geschichte doch gefesselt. Schon auf der ersten Seite musste ich mir ein Tränchen verdrücken, denn die meisten Kapitel beginnen mit einer berührenden Nachricht von Betty an ihre geliebten Eltern. Ich habe von Anfang an mit Betty mitgelitten und wollte immer mal wieder am liebsten selbst in das Geschehen eingreifen, um ihr zu zeigen, dass sie Aiden nicht schon wieder verzeihen sollte oder um ihm mal gehörig die Leviten zu lesen. Gleichzeitig wollte ich ja, dass es ein Happy End gibt und die beiden zueinander finden. Auch war ich von der kleinen Fee verzaubert, die gleichzeitig so verletzlich und doch so taff und klug wirkte. So waren es vor allem die verschiedenen Charaktere, die mich so in diese Geschichte hineingezogen habe und mich mit ihnen mitfühlen ließen. Sie sind sehr gut beschrieben und alle sehr einzigartig. Ich habe vor allem Charlie, Betty neue beste Freundin, sofort gemocht. Mit ihrer individuellen, schrillen aber ehrlichen Art hat sie mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Meine einzigen beiden Kritikpunkte sind, dass ich einfach nicht nachvollziehen kann, warum ein deutscher Junge aus Trier Aiden heißt ( 😀 ) und dass, für mich, Fees Vergangenheit und ihre Gefühlswelt ein bisschen zu wenig beleuchtet wurden.

Fazit:

Mir hat das Buch mit seinen Figuren, deren Konstellation, sowie dem Detail-reichem und teilweise sehr emotionalem Schreibstil wirklich gut gefallen. Weiters hat es mich keineswegs gestört, dass ich Band 1 der Reihe (noch) nicht gelesen habe, da die Protagonistin ja in den Büchern jeweils eine andere ist, wobei ich denke, dass Band 2 den ersten Band ein wenig spoilern könnte (was für mich jedoch nicht von großem Belangen ist).

Von mir gibt es eindeutig eine Leseempfehlung! 🙂

Und 4 von 5 möglichen Sternen!

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